Pangolin: Alte Traefik-Zertifikate sauber entfernen

Mein Homelab basiert komplett auf einer zentralen Pangolin-Instanz. Mit der Zeit sammelten sich bei vielen Feldversuchen unzählige Zertifikate von teils nicht mehr verwendeten Hosts an. Die Lösung dafür gibt es nun in Form eines Skriptes!
Vorab sei gesagt: Ja, das hier ist ein Vibecoding-Projekt, und es ist mit KI als Werkzeug aus einem konkreten Anwendungsfall entstanden. Darüber kann man kann jetzt denken, was man möchte - in meinem Fall hat aber ein spezifisches Problem dank vieler eigener Tests dafür gesorgt, dass der ein oder andere mit ähnlichen Problemen hier perspektivisch sauber aufräumen kann. Das Ziel: Niemand muss sich mehr mit Traefik und dem Zertifikatswesen dahinter auseinandersetzen oder händisch Konfigurationsdateien anfassen, sofern er/sie das nicht möchte!
Vom Disclaimer also hin zum eigentlichen Problem: Pangolin ist das Rückgrat so ziemlich aller meiner Projekte und Webservices, die ich (nicht nur im Homelab) bis dato so betreibe. Da ich ja recht sprunghaft bin, was Namensgebung oder das Auf- wie auch Ableben von Services angeht, hat sich auf der zentralen Pangolin-Instanz über die Zeit einiges an Datenmüll angesammelt, der zwar nicht mehr im Pangolin-Backend sichtbar war, Traefik als Reverse Proxy aber permanent dazu genötigt hat, für längst gelöschte Domains permanent bei Let's Encrypt anzuklopfen.
Was wir also für das Skript benötigen, ist relativ überschaubar: "jq" als installiertes Linux-Paket und einen laufenden Pangolin-Docker-Stack. Nachdem das Repository unter https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh entweder geklont oder die Datei einzeln heruntergeladen worden ist - bei mir im Verzeichnis /opt/pangolin), reicht ein erster Aufruf des Skriptes aus, um die Anzahl der installierten respektive verwaisten Zertifikate anzuzeigen: Das ist quasi der "dry run", in dem nichts angefasst und nur geschaut wird, was hier theoretisch aufzuräumen wäre. Der erneute Aufruf des Befehls mit dem Schalter "--delete" führt dann dazu, dass die alten Zertifikats-Requests samt der dazugehörigen Traefik-Daten gelöscht werden. Parallel dazu wird der Docker-Stack respektive - hier - der Traefik-Container neu gestartet.

Während des Prozesses wird auch die acme.json-Konfigurationsdatei, die das Skript ja gezielt editiert, als Sicherheitskopie gespeichert, so dass man die Änderungen auch notfalls (manuell) rückgängig machen kann - dies ist auch entsprechend dokumentiert, für die Zukunft möchte ich diesen Prozess zudem auch gerne mit ins Skript einbinden. Eine entsprechende Anleitung findet man unter https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh/blob/main/README.md. Wer GitHub bewusst zu vermeiden versucht, findet einen Forgejo-Mirror auch unter https://code.pifferi.io/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh!
Fazit
Ein über die Monate gewachsenes Problem, eine Idee zur grundsätzlichen Lösung und - ja! - die (in meinen Augen) sinnvolle Nutzung von künstlicher Intelligenz haben mir geholfen, ein Problem, welches ich mangels Coding-Fähigkeiten allein niemals hätte auf die Beine stellen können, zu lösen. Abseits der aktuellen Diskussionen über KI/AI, die auch im Großen und Ganzen komplett valide und angebracht sind und die ich auch teile, ist dieses Skript eine Basis, mit der ich persönlich arbeiten kann und das/die ich daher gerne teilen möchte: Vielleicht auch mit der Idee, es zu verbessern, zu reviewen oder einfach an die jeweiligen individuellen Bedürfnisse anzupassen - und oder gerade, weil mir hier künstliche Intelligenz geholfen hat, ein eigenes technisches Problem sinnvoll zu lösen!