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    <updated>2026-10-26T23:45:51+01:00</updated>
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        <name>Oliver Pifferi</name>
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        <title>Warum nicht einfach mal Publii versuchen?</title>
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            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2026-10-26T14:25:37+01:00</updated>
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                    Zugegeben - ich bin sehr sprunghaft, was Lösungen und Workflows angeht. Einiges überdauert, vieles ändert sich häufiger, als mir eigentlich lieb ist. So auch der Drang zum Bloggen - und die entsprechenden Plattformen dafür. Okay, die Wordpress-Zeiten habe ich bereits lange hinter mir gelassen - was damals zu Zeiten, wo Blogs gerade aufpoppten, eine tolle Software war und das reine Blog im Vordergrund hatte, ist heute ein Mega-CMS mit zig Möglichkeiten, Plugins, Themes und eben dem Ökosystem dahinter. Über die Jahre habe ich Sachen ausprobiert (auch Classic Press), aber oftmals ist es an dem Workflow gescheitert - oder an dem “Wie-strukturiere-ich-die-Seite-samt-Optik”-Faktor, die für einen nicht grafischen Mensch mehr Arbeit bedeutete als das Bloggen an sich. Zwischendurch kam dann die Phase der statischen Webseites zurück, ich probierte mit Jekyll und Hugo herum, nur um Ghost als Produkt (dank der Verzahnung mit dem Publishing-Workflow in Ulysses und dem iA Writer unter macOS) am Ende wieder viel besser zu finden - entsprach das doch eigentlich der Simplizität der Medium-Oberfläche, die mich und meine Gedanken seinerzeit durch die Corona-Zeit trug. Mittlerweile will ich einfach nur noch etwas öffnen, schreiben, veröffentlichen - und dann stolperte ich letztens über Publii: Eine plattformübergreifende App für macOS, Linux und Windows, quelloffen und mit direkter Veröffentlichungsmöglichkeiten in Richtung (S)FTP, S3, GitHub Pages etc. pp. - Grund genug, sich das Ganze einmal anzuschauen und - vor allem getrieben durch PHP2Shell - wieder mehr auf klassisches Flat-File-Blogging zu setzen. Die App war schnell heruntergeladen und trotz vieler Einstellmöglichkeiten findet man erst einmal alles, was mab braucht: Ein Plugin- und Theme-System erweitern das Portfolio - teilweise kostenpflichtig, Blogging und Publishing geschieht in der App, die Datenverwaltung der Websites (ja, multimandantenfähig ist Publii auch) geschieht standardmässig lokal. Klang für den Anfang fast zu gut, um wahr zu sein - für den klassischen Start mit einer klassischen Blogidee ist aber in der Tat alles direkt verfügbar und der Fokus liegt beim Output auch auf sauberes HTML und CSS mit automatisch generierten XML-Sitemaps und genereller - auch DSGVO-konformer - Datenschutzfreundlichkeit. Der Editor kann im klassischen WYSIWYG-, im Block-Editor- (so ganz ohne Wordpress-Nostalgie geht es dann doch nicht) oder reinem Markdown-Stil verwendet werden und sollte somit alle Lager “befrieden” können. Plugins und Themes erweitern den Funktionsumfang respektive die Optik - in meinem Fall musste ich allerdings ein selbst erstelltes Theme von Pure Blog noch einmal adaptieren und anhand der Theme-Struktur von Publii anpassen, was mit ein wenig Fummeln (und dem sinnvollen Einsatz eines digitalen Helferleins) durchaus gelungen ist. Gleiches gilt auch für die Plugins - ein Importer von Wordpress existierte zwar, meine in iA Writer / Markdown verfassten Posts konnte ich aber nicht direkt importieren, so dass auch hier ein wenig künstliche Intelligenz respektive OpenAI Codex dabei half, einen passenden Importer zu bauen. Dieser löste genau das Problem - die (überschaubare) Anzahl an Posts wanderte dann in Publii, wo ich nur noch ein wenig Hand anlegen, die Daten anpassen und die Bilder neu in die Artikeln ziehen musste. Für den Moment ist Publii eigentlich genau das, was ich suche - eine Datenbank benötige ich nicht mehr und bin auch nicht mehr von PHP abhängig. Theming &amp; Plugins reichen für den Anfang aus bzw. ist die Lernkurve beim Anpassen vorhandener Themes überschaubar. Der Editor und Publishing-Plattform funktionieren anstandslos, das Schreiben von Beiträgen ist auch offline möglich und Markdown wird unterstützt. Die Datenerhaltung erfolgt primär lokal, kann aber auch in Richtung Nextcloud &amp; Co. konfiguriert werden - ebenso wie die Backups der Sites. Der klassische Webspace beim Hoster des Vertrauens kann direkt für die Veröffentlichung genutzt werden, so dass das eigene Blog schnell und sicher ans Fliegen kommt: Trotz der Versionsnummer 0.48.1 ist Publii bereits eine sehr wertige Blogging-Plattform, die auch bei den einzelnen Betriebssystemen keine Grenzen zieht und das Flat-File-Blogging so einfach wie selten zuvor macht. Ist Publii nun das Allheilmittel für Nicht-PHP-CMS-Systeme? Sicherlich nicht, denn zu verschieden sind die einzelnen Ansprüche. Wer eine Kommentarfunktion benötigt, kann/muss diese beispielsweise extern anbinden - und ist dann gegebenenfalls doch wieder auf PHP und eine Datenbank angewiesen. Für meinen “Use Case” ist Publii aber noch ein wenig runder als Pure Blog - eben weil ich alles in der App auf dem Rechner vorbereiten kann und mir das parallele Vorschreiben spare. Was aktuell noch fehlt, ist eine Export-Funktion beziehungsweise das passende Plugin: Daran gilt es noch zu arbeiten, aber für den Moment ist mein “Switch” perfekt und dieser Beitrag stellt den ersten auf der neuen Plattform dar. Schauen wir einmal, was wird - von daher: Warum nicht einfach mal auch Publii versuchen?
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<p>Okay, die Wordpress-Zeiten habe ich bereits lange hinter mir gelassen - was damals zu Zeiten, wo Blogs gerade aufpoppten, eine tolle Software war und das reine Blog im Vordergrund hatte, ist heute ein Mega-CMS mit zig Möglichkeiten, Plugins, Themes und eben dem Ökosystem dahinter. Über die Jahre habe ich Sachen ausprobiert (auch Classic Press), aber oftmals ist es an dem Workflow gescheitert - oder an dem “Wie-strukturiere-ich-die-Seite-samt-Optik”-Faktor, die für einen nicht grafischen Mensch mehr Arbeit bedeutete als das Bloggen an sich.</p><p>Zwischendurch kam dann die Phase der statischen Webseites zurück, ich probierte mit Jekyll und Hugo herum, nur um Ghost als Produkt (dank der Verzahnung mit dem Publishing-Workflow in Ulysses und dem iA Writer unter macOS) am Ende wieder viel besser zu finden - entsprach das doch eigentlich der Simplizität der Medium-Oberfläche, die mich und meine Gedanken seinerzeit durch die Corona-Zeit trug. Mittlerweile will ich einfach nur noch etwas öffnen, schreiben, veröffentlichen - und dann stolperte ich letztens über <a href="https://getpublii.com">Publii</a>: Eine plattformübergreifende App für macOS, Linux und Windows, <a href="https://github.com/GetPublii/Publii">quelloffen</a> und mit direkter Veröffentlichungsmöglichkeiten in Richtung (S)FTP, S3, GitHub Pages etc. pp. - Grund genug, sich das Ganze einmal anzuschauen und - vor allem getrieben durch PHP2Shell - wieder mehr auf klassisches Flat-File-Blogging zu setzen.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/13/publii_webseiten_konfiguration.jpg" alt="Image description" width="1624" height="964" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-lg.webp 1024w"></figure><p>Die App war schnell heruntergeladen und trotz vieler Einstellmöglichkeiten findet man erst einmal alles, was mab braucht: Ein Plugin- und Theme-System erweitern das Portfolio - teilweise kostenpflichtig, Blogging und Publishing geschieht in der App, die Datenverwaltung der Websites (ja, multimandantenfähig ist Publii auch) geschieht standardmässig lokal. Klang für den Anfang fast zu gut, um wahr zu sein - für den klassischen Start mit einer klassischen Blogidee ist aber in der Tat alles direkt verfügbar und der Fokus liegt beim Output auch auf sauberes HTML und CSS mit automatisch generierten XML-Sitemaps und genereller - auch DSGVO-konformer - Datenschutzfreundlichkeit. Der Editor kann im klassischen WYSIWYG-, im Block-Editor- (so ganz ohne Wordpress-Nostalgie geht es dann doch nicht) oder reinem Markdown-Stil verwendet werden und sollte somit alle Lager “befrieden” können.</p><p>Plugins und Themes erweitern den Funktionsumfang respektive die Optik - in meinem Fall musste ich allerdings ein selbst erstelltes Theme von Pure Blog noch einmal adaptieren und anhand der Theme-Struktur von Publii anpassen, was mit ein wenig Fummeln (und dem sinnvollen Einsatz eines digitalen Helferleins) durchaus gelungen ist. Gleiches gilt auch für die Plugins - ein Importer von Wordpress existierte zwar, meine in iA Writer / Markdown verfassten Posts konnte ich aber nicht direkt importieren, so dass auch hier ein wenig künstliche Intelligenz respektive OpenAI Codex dabei half, einen passenden Importer zu bauen. Dieser löste genau das Problem - die (überschaubare) Anzahl an Posts wanderte dann in Publii, wo ich nur noch ein wenig Hand anlegen, die Daten anpassen und die Bilder neu in die Artikeln ziehen musste.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/13/publii_artikel.jpg" alt="Image description" width="1624" height="964" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_artikel-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_artikel-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_artikel-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_artikel-lg.webp 1024w"></figure><p>Für den Moment ist Publii eigentlich genau das, was ich suche - eine Datenbank benötige ich nicht mehr und bin auch nicht mehr von PHP abhängig. Theming &amp; Plugins reichen für den Anfang aus bzw. ist die Lernkurve beim Anpassen vorhandener Themes überschaubar. Der Editor und Publishing-Plattform funktionieren anstandslos, das Schreiben von Beiträgen ist auch offline möglich und Markdown wird unterstützt. Die Datenerhaltung erfolgt primär lokal, kann aber auch in Richtung Nextcloud &amp; Co. konfiguriert werden - ebenso wie die Backups der Sites. Der klassische Webspace beim Hoster des Vertrauens kann direkt für die Veröffentlichung genutzt werden, so dass das eigene Blog schnell und sicher ans Fliegen kommt: Trotz der Versionsnummer 0.48.1 ist Publii bereits eine sehr wertige Blogging-Plattform, die auch bei den einzelnen Betriebssystemen keine Grenzen zieht und das Flat-File-Blogging so einfach wie selten zuvor macht.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/13/publii_publish.jpg" alt="Image description" width="1324" height="672" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_publish-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_publish-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_publish-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/13/responsive/publii_publish-lg.webp 1024w"></figure><p>Ist Publii nun das Allheilmittel für Nicht-PHP-CMS-Systeme? Sicherlich nicht, denn zu verschieden sind die einzelnen Ansprüche. Wer eine Kommentarfunktion benötigt, kann/muss diese beispielsweise extern anbinden - und ist dann gegebenenfalls doch wieder auf PHP und eine Datenbank angewiesen. Für meinen “Use Case” ist Publii aber noch ein wenig runder als Pure Blog - eben weil ich alles in der App auf dem Rechner vorbereiten kann und mir das parallele Vorschreiben spare. Was aktuell noch fehlt, ist eine Export-Funktion beziehungsweise das passende Plugin: Daran gilt es noch zu arbeiten, aber für den Moment ist mein “Switch” perfekt und dieser Beitrag stellt den ersten auf der neuen Plattform dar. Schauen wir einmal, was wird - von daher: Warum nicht einfach mal auch Publii versuchen?</p>
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        <title>Once again - der Nachtmammut Ruhrgebiet</title>
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            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2026-08-31T20:19:00+02:00</updated>
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                    Letztes Wochenende war es also wieder soweit - das dritte Mal Mammutmarsch, das dritte Mal die Distanz von 42km, das zweite Mal in der Nacht: Man kann über meine (alte) Heimat - das Ruhrgebiet - sagen was man möchte, aber ein großer Teil des Flairs entfaltet sich erst, wenn die Landschaft dunkel wird und die Zeitzeugen der Industrie in der Region die Nacht beleuchten. Nur wenig kommt da ran und als Kind der 80er Jahre des vergangenen Jahrhundert weiß man auch, das Schönheit definitiv was anderes ist, auch wenn die Region sich heute oftmals runderneuert gibt. Wohne ich doch heute im Münsterland, während der Kopf immer mehr nach Skandinavien auswandern will, ist der „Pott“ doch nicht weit weg und ich immer noch sein Junge - irgendwie. Also war auch dieser Mammutmarsch ein Heimspiel - allerdings diesmal unter erschwerten Bedingungen! Ja, die bisherige Zeit der (ersten beiden) Schönwetter-Läufe von 2025 und 2026, sie war vorbei: In Sachen Wettervorhersage gab es recht schlechte Prognosen mit über 70 Prozent Regenwahrscheinlichkeit - sinnigerweise am Samstag und am frühen Sonntag. Timing war alles und so ging es um 19 Uhr in den Startkanal, aufgrund der dunklen Wolken bereits mit Regenschutz für Mensch und Rucksack. Pünktlich um 19:15 zum Start öffneten sich dann die himmlischen Schleusen und die ersten acht Kilometer bis zum ersten Versorgungspunkt - der diesmal recht früh angesetzt war - waren dann schon mal ordentlich verregnet. Kein Starkregen (diese Challenge kam später in der Nacht), aber schon spürbar und nicht zwingend motivationsfördernd - somit hatte ich aber auch die Schönwetterkrone beim Mammutmarsch dann endlich mal abgelegt! Der Versorgungspunkt selbst fungierte aufgrund der Wetterlage unter dem Label „durchlaufender Posten“ und nach einer Bio-meets-Banana-Break ging es dann auch erstmal weiter. Zwei Kilometer regnete es dann noch fröhlich weiter, bevor - passend zur Wettervorhersage - der Himmel aufklarte und uns bis zum Tetraeder in Bottrop begleitete. Schnelltrocknende Wanderhosen sind übrigens eine tolle Sache - Spoiler: Irgendwann können sie aber auch nichts mehr ausrichten, doch dazu später mehr! Der Aufstieg zur Halde Beckstraße mit seinen 387 Stufen war dann wie üblich der vorgezogene Endgegner und gefühlt wurden fast alle Höhenmeter der gesamten Strecke dort platziert. Auch diese Station mit dem zweiten Versorgungspunkt hatte eine eher unübliche Positionierung, war ich dann doch schon bei Kilometer 22 und über die Halbzeit (und den eigenen Pulsgrenzwert von 184 im Peak) hinaus - und irgendwie trieben mich diese Treppen heute fast über die Klippe. Kurze Pause, wieder eine Banane, ein Energieriegel und ein Energy Gel und endlich ging es wieder runter von der heute recht verhassten Halde. Nachdem ich die ersten zehn Kilometer eher im Marschtempo angegangen war, kam jetzt ein wenig die Quittung und leichte Abgeschlagenheit gepaart mit einem gefühlten Stein im Magen kratzten an der Motivation. Dachte ich in diesem Moment daran, im Oktober die 55 km in Dortmund anzugehen, musste ich zu diesem Zeitpunkt durchaus laut lachen und mir sagen, dass ich das abblase - der Körper rebellierte und die ersten schnellen zehn Kilometer forderten ihren Tribut: Rücken und Oberschenkel fühlten sich auch nicht wirklich rund an - und das trotz neuem (episch guten) Osprey-Rucksack, aber wie gesagt: Diese Treppen haben es eben in sich. Egal - nichts tun war auch keine Alternative, so mussten also die nächsten zehn Kilometer zum letzten Versorgungspunkt an Kilometermarke 32 zum Charaktertest werden. Die Strecke verlief dann relativ unspektakulär - der Körper pendelte sich irgendwann in den „Funktioniere-einfach“-Modus ein und ich ignorierte die aufkommenden Zipperlein. Wie gesagt: Der falsche und zu schnelle Marsch am Anfang forderte jetzt seinen Tribut, aber Aufgeben war ja schließlich auch keine Lösung und so war dann der dritte Versorgungspunkt in Oberhausen dann der Startschuss für die nächste und finale Etappe, die es allerdings in sich haben und mich durchaus bestätigte, warum das Mehrgewicht mit Ersatzkleidung in diesem Fall nicht unnützes Gepäck sein sollte. Es fing wieder zu nieseln an - und obwohl ich durchaus ohne Regenjacke hätte laufen können, wurde eben diese angezogen und auch der Rucksack wieder mit seinem Nässeschutz versehen. Und dann kam, was kommen musste - die wirkliche Taufe! Quasi direkt nach den ersten Schritten nahm der Regen schon recht deutlich zu und aus dem anfänglichen Nieselregen wurden ab Höhe des RWO-Stadions dann sintflutartige Regenfälle mit Orkanböen - eine ganz neue Erfahrung, den Weg (notgedrungen) auch mal rückwärtsgehend fortzusetzen. Das Regenzeug half hier übrigens auch nur rudimentär - irgendwann (hier waren es knappe drei Minuten) hilft auch das beste „Cover“ nichts mehr und Mitwander:innen, die mit einem Poncho unterwegs waren, drohten sich gar in Mary Poppins-Derivate zu verwandeln. Aber gut - so war es dann eben: Die Kleidung durchnässt, den Gegenwind im Gesicht und das Wasser lief erst in die Schuhe rein und im Nachgang wieder raus - irgendwann war dann alles egal, denn die Restdistanz blieb. Nach fünf Kilometern ebbte dann das Unwetter ab, so dass ich stoisch, aber weit weniger frustriert als gedacht auf die letzten fünf Kilometer Richtung Landschaftspark weiterwanderte. Fünf Kilometer to go, jedes Kilometerschild ein weiterer kleiner Etappensieg gegen mich selbst. Gegen die Unmengen an Wasser, die normale Wege zu Schlammpfützen gemacht haben. Gegen die dann doch langsam aufkommende Kälte, sobald man das Marschtempo ein wenig drosselte. Fünf Kilometer, die letzten beiden am Ende durch den Landschaftspark, noch einmal durch, wieder außen und oben rum, um am Ende von oben nach unten ins Ziel zu laufen. 42 Kilometer, die am Ende tougher waren, als ich dachte - und mich mehr als erwartet gefordert haben. Der Jubel hielt sich diesmal in Grenzen - zu froh war ich diesmal, einfach nur im Ziel zu sein, ausnahmsweise ohne jegliche Blase an den Füßen, wohl aber mit der ein oder anderen Challenge im Kopf gegen den inneren Schweinehund kämpfend. Es war geschafft - zum dritten Mal. Die 55 Kilometer am 10. Oktober in Dortmund werden sicherlich noch einmal eine ganz andere Nummer und hätte man mich nach der Zielankunft gefragt, ob bald noch 13 Kilometer „on top“ gehen würden - ich wäre wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen. So blieb es dann am Ende&hellip;
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                <p>Letztes Wochenende war es also wieder soweit - das dritte Mal Mammutmarsch, das dritte Mal die Distanz von 42km, das zweite Mal in der Nacht: Man kann über meine (alte) Heimat - das Ruhrgebiet - sagen was man möchte, aber ein großer Teil des Flairs entfaltet sich erst, wenn die Landschaft dunkel wird und die Zeitzeugen der Industrie in der Region die Nacht beleuchten. Nur wenig kommt da ran und als Kind der 80er Jahre des vergangenen Jahrhundert weiß man auch, das Schönheit definitiv was anderes ist, auch wenn die Region sich heute oftmals runderneuert gibt. Wohne ich doch heute im Münsterland, während der Kopf immer mehr nach Skandinavien auswandern will, ist der „Pott“ doch nicht weit weg und ich immer noch sein Junge - irgendwie. Also war auch dieser Mammutmarsch ein Heimspiel - allerdings diesmal unter erschwerten Bedingungen!</p><p>Ja, die bisherige Zeit der (ersten beiden) Schönwetter-Läufe von 2025 und 2026, sie war vorbei: In Sachen Wettervorhersage gab es recht schlechte Prognosen mit über 70 Prozent Regenwahrscheinlichkeit - sinnigerweise am Samstag und am frühen Sonntag. Timing war alles und so ging es um 19 Uhr in den Startkanal, aufgrund der dunklen Wolken bereits mit Regenschutz für Mensch und Rucksack. Pünktlich um 19:15 zum Start öffneten sich dann die himmlischen Schleusen und die ersten acht Kilometer bis zum ersten Versorgungspunkt - der diesmal recht früh angesetzt war - waren dann schon mal ordentlich verregnet. Kein Starkregen (diese Challenge kam später in der Nacht), aber schon spürbar und nicht zwingend motivationsfördernd - somit hatte ich aber auch die Schönwetterkrone beim Mammutmarsch dann endlich mal abgelegt!</p><p>Der Versorgungspunkt selbst fungierte aufgrund der Wetterlage unter dem Label „durchlaufender Posten“ und nach einer Bio-meets-Banana-Break ging es dann auch erstmal weiter. Zwei Kilometer regnete es dann noch fröhlich weiter, bevor - passend zur Wettervorhersage - der Himmel aufklarte und uns bis zum Tetraeder in Bottrop begleitete. Schnelltrocknende Wanderhosen sind übrigens eine tolle Sache - Spoiler: Irgendwann können sie aber auch nichts mehr ausrichten, doch dazu später mehr! Der Aufstieg zur Halde Beckstraße mit seinen 387 Stufen war dann wie üblich der vorgezogene Endgegner und gefühlt wurden fast alle Höhenmeter der gesamten Strecke dort platziert. Auch diese Station mit dem zweiten Versorgungspunkt hatte eine eher unübliche Positionierung, war ich dann doch schon bei Kilometer 22 und über die Halbzeit (und den eigenen Pulsgrenzwert von 184 im Peak) hinaus - und irgendwie trieben mich diese Treppen heute fast über die Klippe.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/9/IMG_1374.jpg" alt="Image description" width="1439" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1374-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1374-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1374-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1374-lg.webp 1024w"></figure><p>Kurze Pause, wieder eine Banane, ein Energieriegel und ein Energy Gel und endlich ging es wieder runter von der heute recht verhassten Halde. Nachdem ich die ersten zehn Kilometer eher im Marschtempo angegangen war, kam jetzt ein wenig die Quittung und leichte Abgeschlagenheit gepaart mit einem gefühlten Stein im Magen kratzten an der Motivation. Dachte ich in diesem Moment daran, im Oktober die 55 km in Dortmund anzugehen, musste ich zu diesem Zeitpunkt durchaus laut lachen und mir sagen, dass ich das abblase - der Körper rebellierte und die ersten schnellen zehn Kilometer forderten ihren Tribut: Rücken und Oberschenkel fühlten sich auch nicht wirklich rund an - und das trotz neuem (episch guten) Osprey-Rucksack, aber wie gesagt: Diese Treppen haben es eben in sich. Egal - nichts tun war auch keine Alternative, so mussten also die nächsten zehn Kilometer zum letzten Versorgungspunkt an Kilometermarke 32 zum Charaktertest werden.</p><p>Die Strecke verlief dann relativ unspektakulär - der Körper pendelte sich irgendwann in den „Funktioniere-einfach“-Modus ein und ich ignorierte die aufkommenden Zipperlein. Wie gesagt: Der falsche und zu schnelle Marsch am Anfang forderte jetzt seinen Tribut, aber Aufgeben war ja schließlich auch keine Lösung und so war dann der dritte Versorgungspunkt in Oberhausen dann der Startschuss für die nächste und finale Etappe, die es allerdings in sich haben und mich durchaus bestätigte, warum das Mehrgewicht mit Ersatzkleidung in diesem Fall nicht unnützes Gepäck sein sollte. Es fing wieder zu nieseln an - und obwohl ich durchaus ohne Regenjacke hätte laufen können, wurde eben diese angezogen und auch der Rucksack wieder mit seinem Nässeschutz versehen. Und dann kam, was kommen musste - die wirkliche Taufe!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/9/IMG_1362.jpg" alt="Image description" width="1439" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1362-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1362-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1362-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1362-lg.webp 1024w"></figure><p>Quasi direkt nach den ersten Schritten nahm der Regen schon recht deutlich zu und aus dem anfänglichen Nieselregen wurden ab Höhe des RWO-Stadions dann sintflutartige Regenfälle mit Orkanböen - eine ganz neue Erfahrung, den Weg (notgedrungen) auch mal rückwärtsgehend fortzusetzen. Das Regenzeug half hier übrigens auch nur rudimentär - irgendwann (hier waren es knappe drei Minuten) hilft auch das beste „Cover“ nichts mehr und Mitwander:innen, die mit einem Poncho unterwegs waren, drohten sich gar in Mary Poppins-Derivate zu verwandeln. Aber gut - so war es dann eben: Die Kleidung durchnässt, den Gegenwind im Gesicht und das Wasser lief erst in die Schuhe rein und im Nachgang wieder raus - irgendwann war dann alles egal, denn die Restdistanz blieb. Nach fünf Kilometern ebbte dann das Unwetter ab, so dass ich stoisch, aber weit weniger frustriert als gedacht auf die letzten fünf Kilometer Richtung Landschaftspark weiterwanderte.</p><p>Fünf Kilometer to go, jedes Kilometerschild ein weiterer kleiner Etappensieg gegen mich selbst. Gegen die Unmengen an Wasser, die normale Wege zu Schlammpfützen gemacht haben. Gegen die dann doch langsam aufkommende Kälte, sobald man das Marschtempo ein wenig drosselte. Fünf Kilometer, die letzten beiden am Ende durch den Landschaftspark, noch einmal durch, wieder außen und oben rum, um am Ende von oben nach unten ins Ziel zu laufen. 42 Kilometer, die am Ende tougher waren, als ich dachte - und mich mehr als erwartet gefordert haben. Der Jubel hielt sich diesmal in Grenzen - zu froh war ich diesmal, einfach nur im Ziel zu sein, ausnahmsweise ohne jegliche Blase an den Füßen, wohl aber mit der ein oder anderen Challenge im Kopf gegen den inneren Schweinehund kämpfend. Es war geschafft - zum dritten Mal. Die 55 Kilometer am 10. Oktober in Dortmund werden sicherlich noch einmal eine ganz andere Nummer und hätte man mich nach der Zielankunft gefragt, ob bald noch 13 Kilometer „on top“ gehen würden - ich wäre wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/9/IMG_1377.jpg" alt="Image description" width="1439" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1377-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1377-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1377-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/9/responsive/IMG_1377-lg.webp 1024w"></figure><p>So blieb es dann am Ende wieder bei einem super Erlebnis mit neuen und ungeahnten Herausforderungen, Mistwetter quasi auf Knopfdruck und am Ende (einmal mehr) den Sieg gegen mich selbst. Die Grenzen sind nicht weg, sie waren diesmal nur verschoben - also auf zum nächsten Mal, diesmal in einer anderen Region des Ruhrgebiets und mit sicherlich neuen Dingen, die mich fordern werden. Hier hat heute definitiv der Geist über den Körper gesiegt - so sehr wie selten zuvor!</p>
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        <title>Sollten wir mal wieder über Snowflake sprechen?</title>
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            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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            <category term="Sicherheit"/>
            <category term="Privatsphäre"/>
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        <updated>2026-08-23T13:42:00+02:00</updated>
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                    „Snowflake“ - ja, da war ja mal was. Als Anfang des Jahres die landesweiten Proteste im Iran erneut aufbrandeten, stürzten sich die Medien mal wieder auf die Möglichkeit, Internetsperren mit Tools wie eben Snowflake zu umgehen. In Zeiten steigender Zensur, weiterer Durchdringung der Privatsphäre und immer mehr Einschränkungen beim Surfen im Internet ist das Tool eigentlich essentiell - und ein jeder von uns kann es leicht bereitstellen. Ein kleines Recap über ein Hilfsmittel, was leider nur punktuell wieder durch die Medien gespült wird. Technisch gesehen ermöglicht Snowflake den Nutzern, sich mit dem Tor-Netzwerk an Orten zu verbinden, an denen Tor oder der klassische Weg ins Internet blockiert sind, indem es die jeweilige Verbindung über freiwillige Proxys in unzensierten Ländern leitet. Ähnlich wie bei VPNs, mit denen Benutzer die Internetzensur ebenfalls umgehen können, tarnt Snowflake die Internetaktivitäten so, als würde man einen Video- oder Sprachanruf via WebRTC tätigen, so dass man für Internet-Zensoren weniger auffindbar ist. Explizit gesagt, sieht der Datenverkehr dann aus wie eine Verbindung zu Microsoft (meek-azure) oder eine Standard-HTTPS-Verbindung (WebTunnel): Hier müsste man also als zensierende Instanz viele Teile des Internets sperren, um ein Blocking von Videotelefonie durchsetzen zu können. Die einfachste Wahl für den klassischen Nutzer ist das Browser-Plugin, welches es für Firefox und Chrome-kompatible Browser gibt. Herunterladen, aktivieren, kurz der Nutzung zustimmen und fertig: Während man den Browser geöffnet hat (ein optionaler Schalter ermöglicht auch die Nutzung bei geschlossenem Browser) stellt man somit die Snowflake-Funktionen anderen Nutzern zur Verfügung, was auch sichtbar im App-Symbol dargestellt wird. Wer den Betrieb abseits der klassischen Browser bevorzugt, kann das Tool auch unter Debian oder FreeBSD laufen lassen - auch eine Implementierung via Docker ist möglich. In meinem Falle läuft auf meinem Synology-NAS ein kleiner Docker-Stack, der nicht viel Ressourcen benötigt und rund um die Uhr still und heimlich einen Snowflake-Proxy bereitstellt - und der auch (siehe Screenshot) rege genutzt wird. Um das zu bewerkstelligen, reicht der folgende Stack bzw. die folgende docker-compose.yml: services: snowflake-proxy: network_mode: host image: containers.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake:latest container_name: snowflake-proxy restart: unless-stopped # For a full list of Snowflake Proxy CLI parameters see # https://gitlab.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake/-/tree/main/proxy?ref_type=heads#running-a-standalone-snowflake-proxy #command: [ &quot;-ephemeral-ports-range&quot;, &quot;30000:60000&quot; ] volumes: - /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock command: snowflake-proxy Für wen all das nicht in Frage kommt, der kann dann für die Allgemeinheit auch das passende Widget via iframe-Code auf einer beliebigen Webseite integrieren. Aktiviert man die Funktionalität dann und lässt man das Tab im Browser offen, funktioniert Snowflake auch über diesen Weg - nicht schön, aber zweckmässig. Am Ende ist Snowflake ein Community-Projekt - man gibt marginale (und wirklich marginale!) Bandbreite im Hintergrund für einen besseren Zweck ab. Ob nun politisch getrieben oder nicht - irgendwo auf diesem Planeten gibt es immer jemanden, der keinen direkten Zugriff zum Internet hat. Ja, die Luft wird auch hier dünner und Themen wie Chatkontrolle, Vorratsdatenspeicherung und wer weiß was noch (dumme, fachfremde Ideen von Lobbyisten gibt es genug - man denke da nur an Ashton Kutcher und Thorn!) drangsalieren auch den Otto-Normal-User - aber im Gegensatz zu anderen Regionen und Ländern sind wir ja (noch) recht uneingeschränkt im Netz unterwegs. Daher kann ein Jeder seinen kleinen Beitrag dafür leisten, dass andernorts Menschen zumindest irgendwie ins Internet kommen - die Proteste im Iran waren nur ein Treiber, der sich sicherlich zig Mal auf andere Krisenherde reproduzieren lässt. Snowflake ist ein Werkzeug - und das dürfen und müssen wir nutzen, im Sinne der Allgemeinheit! Also, lange geredet beziehungsweise geschrieben - lasst uns handeln!
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                <p>„<a href="https://snowflake.torproject.org/de/">Snowflake</a>“ - ja, da war ja mal was. Als Anfang des Jahres die landesweiten Proteste im Iran erneut aufbrandeten, stürzten sich die Medien mal wieder auf die Möglichkeit, Internetsperren mit Tools wie eben Snowflake zu umgehen. In Zeiten steigender Zensur, weiterer Durchdringung der Privatsphäre und immer mehr Einschränkungen beim Surfen im Internet ist das Tool eigentlich essentiell - und ein jeder von uns kann es leicht bereitstellen. Ein kleines Recap über ein Hilfsmittel, was leider nur punktuell wieder durch die Medien gespült wird.</p><h2 id="was-ist-snowflake">Was ist Snowflake?</h2>
<p>Technisch gesehen ermöglicht Snowflake den Nutzern, sich mit dem Tor-Netzwerk an Orten zu verbinden, an denen Tor oder der klassische Weg ins Internet blockiert sind, indem es die jeweilige Verbindung über freiwillige Proxys in unzensierten Ländern leitet. Ähnlich wie bei VPNs, mit denen Benutzer die Internetzensur ebenfalls umgehen können, tarnt Snowflake die Internetaktivitäten so, als würde man einen Video- oder Sprachanruf via WebRTC tätigen, so dass man für Internet-Zensoren weniger auffindbar ist. Explizit gesagt, sieht der Datenverkehr dann aus wie eine Verbindung zu Microsoft (meek-azure) oder eine Standard-HTTPS-Verbindung (WebTunnel): Hier müsste man also als zensierende Instanz viele Teile des Internets sperren, um ein Blocking von Videotelefonie durchsetzen zu können.</p><h2 id="wie-bekomme-ich-das-hin">Wie bekomme ich das hin?</h2>
<p>Die einfachste Wahl für den klassischen Nutzer ist das Browser-Plugin, welches es für <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/torproject-snowflake/">Firefox</a> und <a href="https://chromewebstore.google.com/detail/snowflake/mafpmfcccpbjnhfhjnllmmalhifmlcie">Chrome</a>-kompatible Browser gibt. Herunterladen, aktivieren, kurz der Nutzung zustimmen und fertig: Während man den Browser geöffnet hat (ein optionaler Schalter ermöglicht auch die Nutzung bei geschlossenem Browser) stellt man somit die Snowflake-Funktionen anderen Nutzern zur Verfügung, was auch sichtbar im App-Symbol dargestellt wird.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/10/snowflake_browser.jpg" alt="Image description" width="622" height="602" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-lg.webp 1024w"></figure><p>Wer den Betrieb abseits der klassischen Browser bevorzugt, kann das Tool auch unter <a href="https://community.torproject.org/relay/setup/snowflake/">Debian</a> oder FreeBSD laufen lassen - auch eine Implementierung via Docker ist möglich. In meinem Falle läuft auf meinem Synology-NAS ein kleiner Docker-Stack, der nicht viel Ressourcen benötigt und rund um die Uhr still und heimlich einen Snowflake-Proxy bereitstellt - und der auch (siehe Screenshot) rege genutzt wird. Um das zu bewerkstelligen, reicht der folgende Stack bzw. die folgende docker-compose.yml:</p><pre><code>services:
    snowflake-proxy:
        network_mode: host
        image: containers.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake:latest
        container_name: snowflake-proxy
        restart: unless-stopped
        # For a full list of Snowflake Proxy CLI parameters see
        # https://gitlab.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake/-/tree/main/proxy?ref_type=heads#running-a-standalone-snowflake-proxy
        #command: [ &quot;-ephemeral-ports-range&quot;, &quot;30000:60000&quot; ]
        volumes:
          - /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock
        command: snowflake-proxy
</code></pre>
<p>Für wen all das nicht in Frage kommt, der kann dann für die Allgemeinheit auch das passende Widget via iframe-Code auf einer beliebigen Webseite integrieren. Aktiviert man die Funktionalität dann und lässt man das Tab im Browser offen, funktioniert Snowflake auch über diesen Weg - nicht schön, aber zweckmässig.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/10/snowflake_docker_logs.jpg" alt="Image description" width="1200" height="730" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-lg.webp 1024w"></figure><h2 id="das-heißt">Das heißt?</h2>
<p>Am Ende ist Snowflake ein Community-Projekt - man gibt marginale (und wirklich marginale!) Bandbreite im Hintergrund  für einen besseren Zweck ab. Ob nun politisch getrieben oder nicht - irgendwo auf diesem Planeten gibt es immer jemanden, der keinen direkten Zugriff zum Internet hat. Ja, die Luft wird auch hier dünner und Themen wie Chatkontrolle, Vorratsdatenspeicherung und wer weiß was noch (dumme, fachfremde Ideen von Lobbyisten gibt es genug - man denke da nur an Ashton Kutcher und Thorn!) drangsalieren auch den Otto-Normal-User - aber im Gegensatz zu anderen Regionen und Ländern sind wir ja (noch) recht uneingeschränkt im Netz unterwegs. Daher kann ein Jeder seinen kleinen Beitrag dafür leisten, dass andernorts Menschen zumindest irgendwie ins Internet kommen - die Proteste im Iran waren nur ein Treiber, der sich sicherlich zig Mal auf andere Krisenherde reproduzieren lässt. Snowflake ist ein Werkzeug - und das dürfen und müssen wir nutzen, im Sinne der Allgemeinheit!</p><p>Also, lange geredet beziehungsweise geschrieben - lasst uns handeln!</p>
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        <title>Hallo, GoToSocial!</title>
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            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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            <category term="Social Networks"/>
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        <updated>2026-08-21T14:50:00+02:00</updated>
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                    Der 02. August war für meine mittlerweile fünfjährigen Fediverse-Historie schon eine kleine Revolution - und auch eine Art von Zäsur. Seit Tag 1 war ich mit und auf Mastodon unterwegs, dem wohl berühmtesten Microblogging-Service aus der Reihe kompatibler Dienste. Erst auf anderen Instanzen, seit Jahren (und oft unter wechselnden Namen) auf meinen eigenen. Wie es dann mit dem eigenen Basteltrieb so ist, ist aber bekanntlich nichts so stetig wie der Wandel - und so bin ich, sicherlich inspiriert durch die wunderbare Ruhe im südlichen Schweden, nach einem Tag nachdenken auf meine erste offizielle GoToSocial-Instanz umgezogen. Ja, Mastodon ist ein Brett - und eine absolut stabile, skalierbare Plattform, die mich technisch nie im Stich gelassen hatte. Immer wieder kamen aber die Überlegungen auf, ob diese eierlegende Wollmilchsau in der Form für eine Ein-Nutzer-Instanz nicht zu viel des Guten ist. Über die Jahre habe ich immer mal wieder den Blick auf andere Lösungen - hallo Misskey, Calckey und Sharkey! - geworfen. Auch ein sehr kurzer Ausflug in Richtung Firefish war mal dabei - eben ein neuer Misskey-Fork, dessen kometenhafter Aufstieg nach kurzer Zeit nur noch durch einen ähnlichen Abstieg getoppt wurde, weil der Entwickler keine Lust mehr hatte. Also blieb es bei Mastodon und eigentlich war alles gut, dann poppten plötzlich immer mehr Instanzen auf, die auf GoToSocial liefen. Das Ding ist in Golang geschrieben und per se als leichter, anpassbarer und Security-fokussierter Ansatz beschrieben, das Fediverse zu erkunden. Das Deployment kann aufgrund der geringen Systemanforderungen (1 GB RAM reicht aus, bei kleineren Instanzen reicht auch durchaus die Hälfte) auch auf einem Raspberry Pi geschehen und entweder klassisch oder per Docker geschehen. Gesagt, getan - mal wieder ein neuer Domänenname (hallo, runespaces.com!), ein manuelles Backup durchgeführt, den Docker-Stack erstellt, gestartet, den ersten Nutzer angelegt und fertig war die Instanz. Was GoToSocial per se (und bewusst) fehlt, ist ein klassischer Webclient - hier verweist man eben auf die Horde der Client-Apps unter den verschiedenen Systemen, in meinem Fall funktionierten Ivory unter macOS und iOS als auch Tuba unter Linux out-of-the-box mit der frischen GoToSocial-Instanz. Dann ging es an die Migration von Mastodon, die (eben wie bei anderen Fediverse-Plattformen auch) die Follower migrierte, bei GoToSocial aufgrund des standardmässigen Rate Limiters aber irgendwann einmal vor den sprichwörtlichen Hammer lief. Aber auch das war gut dokumentiert und die paar Follower, die es bisher noch nicht rübergeschafft haben, sind dann aufgrund der 30-Tage-Beschränkung zwischen den Profilmigrationen seitens Mastodon Anfang September noch einmal dran. Accounts, denen ich folgte und Domain-Blocks, die ich bei Mastodon exportiert habe, konnte ich direkt sauber und anstandslos auf der neuen GoToSocial-Instanz importieren. Was für mich neu war - es gibt auch eine Chance, die eigenen Posts (ohne Likes &amp; Reboosts) auch aus Mastodon heraus über ein Tool namens Slurp zu GoToSocial umzuziehen. Sehr gut dokumentiert war das hier, so dass ich am Ende mehr mitnehmen konnte als bei historischen Mastodon-zu-Mastodon-Migrationen in der Vergangenheit. Bald ist somit der erste Monat mit GoToSocial rum und rückblickend auf diese doch recht spontane Migration muss ich sagen, dass ich - Stand jetzt - nichts vermisse. Okay, die Optik der Profilseiten ist weniger aufpoliert als beim „großen Bruder“, aber da man eh externe Clients nutzt, ist das nur ein optisches Makel - und dank CSS kann man sich seine Profilseite eben designen, wie man möchte: In meinem Fall komme ich also von der Mastodon-Optik nicht ganz weg, aber ich habe eben auch kein Auge für’s Design oder Farben - das ist nicht meins. Fehlt mir aktuell etwas? Nicht wirklich. Gibt es Brüche bei ActivityPub-Standards, Probleme mit anderen Instanzen? Nein? Ist das Ding schlank und ressourcenschonend? Definitiv! Ich kenne meinen Spieltrieb und möchte nicht ausschließen, mir das kommende Mastodon 5.0 wieder zu Gemüte zu führen, aber Stand heute war dieser (doch recht spontane) Wechsel auf eine deutlich schlankere Lösung zumindest für meinen eigenen Personal Use Case definitiv kein Fehler. Die einzige Einschränkung ist der fehlende Web-Client, den ich aber auch bei Mastodon zugegebenermaßen nie genutzt habe - als ist das an sich Jammern auf hohem Niveau. GoToSocial war ein spontanes Experiment, was mich positiv überrascht hat und was zum jetzigen Zeitpunkt gute Chancen haben wird, mich weiter zu begleiten, weil ich selbst hier nicht mehr brauche. Ob nun nativ auf einem Raspberry Pi oder auf einer sehr schlanken VM in heimischen Homelab via Docker gehostet - GoToSocial ist schnell ausgerollt, beschränkt sich auf das wesentliche und bringt keinen Ballast mit: Mal was anderes in der heutigen Zeit! Ach ja, und wer mir dort folgen mag, findet mich unter https://runespaces.com/@hrafnagud und ist natürlich jederzeit herzlich willkommen!
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                    <p><img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/4/gotosocial.jpg" class="type:primaryImage" alt="" /></p>
                <h3 id="der-02-august-war-für-meine-mittlerweile-fünfjährigen-fediverse-historie-schon-eine-kleine-revolution---und-auch-eine-art-von-zäsur-seit-tag-1-war-ich-mit-und-auf-mastodon-unterwegs-dem-wohl-berühmtesten-microblogging-service-aus-der-reihe-kompatibler-dienste">Der 02. August war für meine mittlerweile fünfjährigen Fediverse-Historie schon eine kleine Revolution - und auch eine Art von Zäsur. Seit Tag 1 war ich mit und auf Mastodon unterwegs, dem wohl berühmtesten Microblogging-Service aus der Reihe kompatibler Dienste.</h3>
<p>Erst auf anderen Instanzen, seit Jahren (und oft unter wechselnden Namen) auf meinen eigenen. Wie es dann mit dem eigenen Basteltrieb so ist, ist aber bekanntlich nichts so stetig wie der Wandel - und so bin ich, sicherlich inspiriert durch die wunderbare Ruhe im südlichen Schweden, nach einem Tag nachdenken auf meine erste offizielle GoToSocial-Instanz umgezogen.</p><p>Ja, Mastodon ist ein Brett - und eine absolut stabile, skalierbare Plattform, die mich technisch nie im Stich gelassen hatte. Immer wieder kamen aber die Überlegungen auf, ob diese eierlegende Wollmilchsau in der Form für eine Ein-Nutzer-Instanz nicht zu viel des Guten ist. Über die Jahre habe ich immer mal wieder den Blick auf andere Lösungen - hallo Misskey, Calckey und Sharkey! - geworfen. Auch ein sehr kurzer Ausflug in Richtung Firefish war mal dabei - eben ein neuer Misskey-Fork, dessen kometenhafter Aufstieg nach kurzer Zeit nur noch durch einen ähnlichen Abstieg getoppt wurde, weil der Entwickler keine Lust mehr hatte. Also blieb es bei Mastodon und eigentlich war alles gut, dann poppten plötzlich immer mehr Instanzen auf, die auf <a href="https://gotosocial.org">GoToSocial</a> liefen.</p><p>Das Ding ist in Golang geschrieben und per se als leichter, anpassbarer und Security-fokussierter Ansatz beschrieben, das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Fediverse">Fediverse</a> zu erkunden. Das Deployment kann aufgrund der geringen <a href="https://docs.gotosocial.org/en/latest/getting_started/#server-vps">Systemanforderungen</a> (1 GB RAM reicht aus, bei kleineren Instanzen reicht auch durchaus die Hälfte) auch auf einem Raspberry Pi geschehen und entweder klassisch oder per Docker geschehen. Gesagt, getan - mal wieder ein neuer Domänenname (hallo, <a href="https://runespaces.com">runespaces.com</a>!), ein manuelles Backup durchgeführt, den Docker-Stack erstellt, gestartet, den ersten Nutzer angelegt und fertig war die Instanz. Was GoToSocial per se (und bewusst) fehlt, ist ein klassischer Webclient - hier verweist man eben auf die Horde der Client-Apps unter den verschiedenen Systemen, in meinem Fall funktionierten Ivory unter macOS und iOS als auch Tuba unter Linux out-of-the-box mit der frischen GoToSocial-Instanz.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/4/gotosocial_clients.jpg" alt="Image description" width="1568" height="1258" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-lg.webp 1024w"></figure><p>Dann ging es an die Migration von Mastodon, die (eben wie bei anderen Fediverse-Plattformen auch) die Follower migrierte, bei GoToSocial aufgrund des standardmässigen Rate Limiters aber irgendwann einmal vor den sprichwörtlichen Hammer lief. Aber auch das war gut dokumentiert und die paar Follower, die es bisher noch nicht rübergeschafft haben, sind dann aufgrund der 30-Tage-Beschränkung zwischen den Profilmigrationen seitens Mastodon Anfang September noch einmal dran. Accounts, denen ich folgte und Domain-Blocks, die ich bei Mastodon exportiert habe, konnte ich direkt sauber und anstandslos auf der neuen GoToSocial-Instanz importieren. Was für mich neu war - es gibt auch eine Chance, die eigenen Posts (ohne Likes &amp; Reboosts) auch aus Mastodon heraus über ein Tool namens <a href="https://codeberg.org/vyr/slurp">Slurp</a> zu GoToSocial umzuziehen. Sehr gut dokumentiert war das <a href="https://box464.com/posts/gotosocial-slurp/">hier</a>, so dass ich am Ende mehr mitnehmen konnte als bei historischen Mastodon-zu-Mastodon-Migrationen in der Vergangenheit.</p><p>Bald ist somit der erste Monat mit GoToSocial rum und rückblickend auf diese doch recht spontane Migration muss ich sagen, dass ich - Stand jetzt - nichts vermisse. Okay, die Optik der Profilseiten ist weniger aufpoliert als beim „großen Bruder“, aber da man eh externe Clients nutzt, ist das nur ein optisches Makel - und dank CSS kann man sich seine Profilseite eben designen, wie man möchte: In meinem Fall komme ich also von der Mastodon-Optik nicht ganz weg, aber ich habe eben auch kein Auge für’s Design oder Farben - das ist nicht meins. Fehlt mir aktuell etwas? Nicht wirklich. Gibt es Brüche bei ActivityPub-Standards, Probleme mit anderen Instanzen? Nein? Ist das Ding schlank und ressourcenschonend? Definitiv!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/4/gotosocial_instance.jpg" alt="Image description" width="1746" height="850" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-lg.webp 1024w"></figure><p>Ich kenne meinen Spieltrieb und möchte nicht ausschließen, mir das kommende Mastodon 5.0 wieder zu Gemüte zu führen, aber Stand heute war dieser (doch recht spontane) Wechsel auf eine deutlich schlankere Lösung zumindest für meinen eigenen Personal Use Case definitiv kein Fehler. Die einzige Einschränkung ist der fehlende Web-Client, den ich aber auch bei Mastodon zugegebenermaßen nie genutzt habe - als ist das an sich Jammern auf hohem Niveau. GoToSocial war ein spontanes Experiment, was mich positiv überrascht hat und was zum jetzigen Zeitpunkt gute Chancen haben wird, mich weiter zu begleiten, weil ich selbst hier nicht mehr brauche. Ob nun nativ auf einem Raspberry Pi oder auf einer sehr schlanken VM in heimischen Homelab via Docker gehostet - GoToSocial ist schnell ausgerollt, beschränkt sich auf das wesentliche und bringt keinen Ballast mit: Mal was anderes in der heutigen Zeit!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/4/gotosocial_mastodon.jpg" alt="Image description" width="1282" height="1438" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-lg.webp 1024w"></figure><p>Ach ja, und wer mir dort folgen mag, findet mich unter <a href="https://runespaces.com/@hrafnagud">https://runespaces.com/@hrafnagud</a> und ist natürlich jederzeit herzlich willkommen!</p>
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        <title>Adjust my Dreams for me</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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        <updated>2026-06-14T18:45:00+02:00</updated>
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                        <img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/1/greg-rakozy-oMpAz-DN-9I-unsplash.jpg" alt="" />
                    „Adjust my dreams for me“ - Jahre später, Ende 2025, sollte sich Bret Easton Ellis’ Aussage, die zum Titel dieses Beitrags wurde, als richtig erweisen. Wenn es um unsere Träume geht, erzeugt unser Gehirn oft Erinnerungen und Ereignisse, die wir beim Aufwachen kaum nachvollziehen können und uns eigentlich komplett verwirrt zurücklassen Es ist irgendwie seltsam – während der letzten Feiertage hatte ich drei Nächte hintereinander, in denen ich jede Menge wirres Zeug geträumt habe. Das Ergebnis: Maximale Verwirrung beim Aufwachen nachdenkliches Kopfkino, wie das denn so alles zusammenpasst. Okay, wir alle träumen, aber man sagt ja, dass wir uns meistens nicht an unsere Träume erinnern. Diese Erinnerungen hier waren oft zusammenhanglos, wirr und – manchmal – sogar erotisch. Warum träumen wir von Menschen, die wir zuletzt vor zwei Jahrzehnten gesehen haben? Was vermittelt den Eindruck, dass eine ehemalige Freundin aus dem Nichts aufgetaucht ist und sich in einen aktuellen Geschäftskontakt verwandelt hat? Ist das eine Art Prophezeiung oder sonderbare Metapher, wenn man träumt, dass die Menschen, mit denen man nach Norwegen reisen wird und man selbst steile Felswände erklimmt? Und warum lässt unser Unterbewusstsein Kindheitserinnerungen wieder aufleben, nur um sie beim Erwachen ohne die geringste Vorwarnung wieder in die Vergangenheit zurückzuspielen, ohne dass man sie wirklich greifen konnte? Das Playbook hierfür? Es gibt keins, unser Unterbewusstsein spült uns diese Erinnerung einfach an die Oberfläche, obwohl nichts Besonderes passiert ist und uns „getriggert“ hat: Einfach so tauchen aus heiterem Himmel drei Tage lang hintereinander diese Erinnerungsfetzen und Erlebnisse auf, die einen komplett fassungslos und maximal verwirrt zurücklassen. Es gibt hier für den Laien einfach keine Erklärung und keine Lösung für, wie man damit wirklich umgehen soll. Traumdeutung ist nicht mein Fachgebiet und wird es auch sicherlich niemals werden - aber nachdenklich stimmt einen das Ganze schon, immer und immer wieder. Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 10. Oktober 2025.
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                <p>„Adjust my dreams for me“ - Jahre später, Ende 2025, sollte sich Bret Easton Ellis’ Aussage, die zum Titel dieses Beitrags wurde, als richtig erweisen. Wenn es um unsere Träume geht, erzeugt unser Gehirn oft Erinnerungen und Ereignisse, die wir beim Aufwachen kaum nachvollziehen können und uns eigentlich komplett verwirrt zurücklassen</p><p>Es ist irgendwie seltsam – während der letzten Feiertage hatte ich drei Nächte hintereinander, in denen ich jede Menge wirres Zeug geträumt habe. Das Ergebnis: Maximale Verwirrung beim Aufwachen nachdenkliches Kopfkino, wie das denn so alles zusammenpasst. Okay, wir alle träumen, aber man sagt ja, dass wir uns meistens nicht an unsere Träume erinnern. Diese Erinnerungen hier waren oft zusammenhanglos, wirr und – manchmal – sogar erotisch.</p><p>Warum träumen wir von Menschen, die wir zuletzt vor zwei Jahrzehnten gesehen haben? Was vermittelt den Eindruck, dass eine ehemalige Freundin aus dem Nichts aufgetaucht ist und sich in einen aktuellen Geschäftskontakt verwandelt hat? Ist das eine Art Prophezeiung oder sonderbare Metapher, wenn man träumt, dass die Menschen, mit denen man nach Norwegen reisen wird und man selbst steile Felswände erklimmt? Und warum lässt unser Unterbewusstsein Kindheitserinnerungen wieder aufleben, nur um sie beim Erwachen ohne die geringste Vorwarnung wieder in die Vergangenheit zurückzuspielen, ohne dass man sie wirklich greifen konnte?</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/1/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash.jpg" alt="Image description" width="1920" height="1246" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Das Playbook hierfür? Es gibt keins, unser Unterbewusstsein spült uns diese Erinnerung einfach an die Oberfläche, obwohl nichts Besonderes passiert ist und uns „getriggert“ hat: Einfach so tauchen aus heiterem Himmel drei Tage lang hintereinander diese Erinnerungsfetzen und Erlebnisse auf, die einen komplett fassungslos und maximal verwirrt zurücklassen. Es gibt hier für den Laien einfach keine Erklärung und keine Lösung für, wie man damit wirklich umgehen soll. Traumdeutung ist nicht mein Fachgebiet und wird es auch sicherlich niemals werden - aber nachdenklich stimmt einen das Ganze schon, immer und immer wieder.</p><p><em><strong>Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 10. Oktober 2025.</strong></em></p>
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        <title>Warum ein Schlussstrich auch ein Anfang sein kann</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2026-05-04T19:33:00+02:00</updated>
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                    Manchmal sind die Dinge und Tatsachen anders, als sie mal vor einiger Zeit versprochen wurden. Manchmal ärgert man sich über Veränderungen, die eigentlich keine sein sollten – und manchmal ist man einfach müde und braucht eine Pause: Zeit für einen kleinen spontaner Gedankengang! Wenn man etwas verändern will, hört man gerne zu. Man ist begeistert von der neuen Aufgabe und lässt sich vom Reiz des Neuen einfach mitreißen. Ich habe schon immer genossen, Dinge nachhaltig aufzubauen - ich bin kein Verwaltungsmensch, das überlasse ich lieber anderen. Aber wenn sich herausstellt, dass das Verwalten oder Festhalten am Alten gewollter ist als eine längst überfällige und notwendige umfassende Veränderung – was wird dann aus der eigentlichen Aufgabe, über die ich vor drei Jahren ebenfalls an der dänischen Küste nachgedacht habe? Wenn regionale Aufteilungen nicht den Himmelsrichtungen entsprechen (oder das verspätet umgesetzt wird), wenn zwei moderne Teams nicht das tun dürfen, was sie auszeichnet und was funktioniert, wenn die Geschäftsmodelle von „gestern“ immer noch allgegenwärtig sind und Entscheidungsträger sich mit „Ja-Sagern“ umgeben, die diese Geschäftsmodelle bewusst aufrechterhalten – ist es dann nicht an der Zeit, meine eigene Rolle zu hinterfragen? Warum erlaubt man es den Mitarbeitern nicht, kundenorientiert zu arbeiten und die jeweiligen Silos endlich abzubauen? Ich weiß nicht, was morgen sein wird, aber ich will nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen. Keine extremen regionalen „Clash of Cultures“ mehr und keine Unterschiede aufgrund eines vernachlässigten (oder ignorierten!) PMI-Prozesses. Keine Menschen mehr, die ihren Zenit bereits überschritten haben und immer noch Einfluss nehmen dürfen – und das Unternehmen dennoch überhaupt nicht voranbringen oder es sogar bremsen. Ein Zeichen, dass die Aufgabe, für die man eingestellt wurde, immer noch gefragt ist: Ein Bekenntnis zum modernen Business der 2020er Jahre! Ein Schnitt, eine finale Entscheidung wird früher oder später getroffen werden müssen – lieber früher als später, denn es zehrt an mir und frisst mich (und einige andere) schlichtweg auf. Der erste Schnitt ist getan – und auch wenn es nur um die eigene Frisur geht und dies nur teilweise befreiend wirkt, könnte es durchaus für etwas Neues stehen, für eine neue Phase oder einen neuen Ansatz! Das ist unerlässlich und mag kompromisslos erscheinen, aber es ist irgendwie der einzige Weg, wieder mit sich selbst im Reinen zu sein: Der derzeitige Zustand ist keiner, den ich langfristig ertragen kann, will oder werde - in meinem Sinne, im Sinne meiner Familie und all derer, die mit dem richtigen Mindset diese Art der Challenge mit mir teilen! Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 25. April 2025.
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                <h3 id="manchmal-sind-die-dinge-und-tatsachen-anders-als-sie-mal-vor-einiger-zeit-versprochen-wurden-manchmal-ärgert-man-sich-über-veränderungen-die-eigentlich-keine-sein-sollten--und-manchmal-ist-man-einfach-müde-und-braucht-eine-pause-zeit-für-einen-kleinen-spontaner-gedankengang">Manchmal sind die Dinge und Tatsachen anders, als sie mal vor einiger Zeit versprochen wurden. Manchmal ärgert man sich über Veränderungen, die eigentlich keine sein sollten – und manchmal ist man einfach müde und braucht eine Pause: Zeit für einen kleinen spontaner Gedankengang!</h3>
<p>Wenn man etwas verändern will, hört man gerne zu. Man ist begeistert von der neuen Aufgabe und lässt sich vom Reiz des Neuen einfach mitreißen. Ich habe schon immer genossen, Dinge nachhaltig aufzubauen - ich bin kein Verwaltungsmensch, das überlasse ich lieber anderen. Aber wenn sich herausstellt, dass das Verwalten oder Festhalten am Alten gewollter ist als eine längst überfällige und notwendige umfassende Veränderung – was wird dann aus der eigentlichen Aufgabe, über die ich vor drei Jahren ebenfalls an der dänischen Küste nachgedacht habe?</p><p>Wenn regionale Aufteilungen nicht den Himmelsrichtungen entsprechen (oder das verspätet umgesetzt wird), wenn zwei moderne Teams nicht das tun dürfen, was sie auszeichnet und was funktioniert, wenn die Geschäftsmodelle von „gestern“ immer noch allgegenwärtig sind und Entscheidungsträger sich mit „Ja-Sagern“ umgeben, die diese Geschäftsmodelle bewusst aufrechterhalten – ist es dann nicht an der Zeit, meine eigene Rolle zu hinterfragen? Warum erlaubt man es den Mitarbeitern nicht, kundenorientiert zu arbeiten und die jeweiligen Silos endlich abzubauen?</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/11/strasse_nach_hvide_sande.jpg" alt="Image description" width="900" height="1200" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-lg.webp 1024w"></figure><p>Ich weiß nicht, was morgen sein wird, aber ich will nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen. Keine extremen regionalen „Clash of Cultures“ mehr und keine Unterschiede aufgrund eines vernachlässigten (oder ignorierten!) PMI-Prozesses. Keine Menschen mehr, die ihren Zenit bereits überschritten haben und immer noch Einfluss nehmen dürfen – und das Unternehmen dennoch überhaupt nicht voranbringen oder es sogar bremsen. Ein Zeichen, dass die Aufgabe, für die man eingestellt wurde, immer noch gefragt ist: Ein Bekenntnis zum modernen Business der 2020er Jahre! Ein Schnitt, eine finale Entscheidung wird früher oder später getroffen werden müssen – lieber früher als später, denn es zehrt an mir und frisst mich (und einige andere) schlichtweg auf.</p><p>Der erste Schnitt ist getan – und auch wenn es nur um die eigene Frisur geht und dies nur teilweise befreiend wirkt, könnte es durchaus für etwas Neues stehen, für eine neue Phase oder einen neuen Ansatz! Das ist unerlässlich und mag kompromisslos erscheinen, aber es ist irgendwie der einzige Weg, wieder mit sich selbst im Reinen zu sein: Der derzeitige Zustand ist keiner, den ich langfristig ertragen kann, will oder werde - in meinem Sinne, im Sinne meiner Familie und all derer, die mit dem richtigen Mindset diese Art der Challenge mit mir teilen!</p><p><em><strong>Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 25. April 2025.</strong></em></p>
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        <title>Der Mammutmarsch Ruhrgebiet 2026</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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                    Du bist keine Schönheit Vor Arbeit ganz grau Liebst dich ohne Schminke Bist ‘ne ehrliche Haut, leider total verbaut Aber grade das macht dich aus Sang Herbert Grönemeyer bereits 1984 und auch wenn es hier eher um Bochum als Stadt ging, steht der Song bis heute als Pate für das Ruhrgebiet. Während meine Liebe dieser Tage dem hohen Norden ausserhalb Deutschland gilt, so schlägt das Herz doch nach wie vor noch für die alte Heimat, eben „tief im Westen“. Was liegt da also näher, um nach dem ersten Nachtmammut im letzten Jahr nun auch 42 km langen Mammutmarsch durch das Ruhrgebiet also auch am hellichten Tag zu absolvieren? Gesagt getan - Aufstehen um 4 Uhr morgens, Abfahrt um 04:30 Uhr, Ankunft und Check-In um 5:15 Uhr und der Start um 06:15: Eine Strecke, mehrere geplante Etappen, ein Ziel, eine gemeinsame Story, simples Teamwork - anders als es im Alltag oft gegeben ist und gepaart mit der ehrlichen und offenen Art der Menschen hier! Perfekt organisiert, durchgetaktet und mit den jeweiligen Versorgungspunkten, die - je nach aktueller Herausforderung - die Teilziele abgehakt und Möglichkeit zum Durchschnaufen gegeben haben. Der ein oder andere private Gedanke - auch gepaart mit Traurigkeit an gewissen Etappen meines alten Wohnorts - gesellte sich dazu, denn bei allen sportlichen Aktivitäten und Zielen betrifft es am Ende auch den Menschen. Der Weg ist das Ziel und wer weiß - die Challenge steht nun wirklich an: 50 km, der nächste Schritt. In der (mittlerweile) zweiten Heimat Dänemark - also im ebenfalls ehrlichen und hohen Norden. Bei Nacht. Wieso nicht? Wie auch im Alltag braucht man klare Ziele, einen roten Faden (eben die Strategie!) und die passenden Leute für die Mission und für ein garantiertes Outcome - auch wenn es weh tut, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Auch diese 42 km haben wir erfolgreich hinter uns gebracht!
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                <blockquote>
<p>Du bist keine Schönheit
Vor Arbeit ganz grau
Liebst dich ohne Schminke
Bist ‘ne ehrliche Haut, leider total verbaut
Aber grade das macht dich aus</p></blockquote>
<p>Sang Herbert Grönemeyer bereits 1984 und auch wenn es hier eher um Bochum als Stadt ging, steht der Song bis heute als Pate für das Ruhrgebiet. Während meine Liebe dieser Tage dem hohen Norden ausserhalb Deutschland gilt, so schlägt das Herz doch nach wie vor noch für die alte Heimat, eben „tief im Westen“. Was liegt da also näher, um nach dem ersten Nachtmammut im letzten Jahr nun auch 42 km langen <a href="https://mammutmarsch.de">Mammutmarsch</a> durch das Ruhrgebiet also auch am hellichten Tag zu absolvieren?</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/6/img_0369.jpeg" alt="Image description" width="1440" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0369-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0369-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0369-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0369-lg.webp 1024w"></figure><p>Gesagt getan - Aufstehen um 4 Uhr morgens, Abfahrt um 04:30 Uhr, Ankunft und Check-In um 5:15 Uhr und der Start um 06:15: Eine Strecke, mehrere geplante Etappen, ein Ziel, eine gemeinsame Story, simples Teamwork - anders als es im Alltag oft gegeben ist und gepaart mit der ehrlichen und offenen Art der Menschen hier! Perfekt organisiert, durchgetaktet und mit den jeweiligen Versorgungspunkten, die - je nach aktueller Herausforderung - die Teilziele abgehakt und Möglichkeit zum Durchschnaufen gegeben haben. Der ein oder andere private Gedanke - auch gepaart mit Traurigkeit an gewissen Etappen meines alten Wohnorts - gesellte sich dazu, denn bei allen sportlichen Aktivitäten und Zielen betrifft es am Ende auch den Menschen.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/6/img_0373.jpeg" alt="Image description" width="1440" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0373-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0373-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0373-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0373-lg.webp 1024w"></figure><p>Der Weg ist das Ziel und wer weiß - die Challenge steht nun wirklich an: 50 km, der nächste Schritt. In der (mittlerweile) zweiten Heimat Dänemark - also im ebenfalls ehrlichen und hohen Norden. Bei Nacht. Wieso nicht? Wie auch im Alltag braucht man klare Ziele, einen roten Faden (eben die Strategie!) und die passenden Leute für die Mission und für ein garantiertes Outcome - auch wenn es weh tut, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Auch diese 42 km haben wir erfolgreich hinter uns gebracht!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/6/img_0414.jpeg" alt="Image description" width="1440" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0414-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0414-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0414-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/6/responsive/img_0414-lg.webp 1024w"></figure>
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        <title>Manchmal kommen sie wieder...</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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                    Ja, in den letzten 26 Jahren ist das nun der x-te Versuch, mal stetig zu bloggen und ich möchte einfach wieder damit anfangen. Zig Projekte davor sind als gute Idee entstanden, keine davon hat die Zeit überdauert. Das sicherlich wohl auch, weil die Themen, über die ich gerne schreibe, kein deutliches Framing zulassen und eben mannigfaltig sind. Oder, weil ich immer wieder in die Bredouille kam, mich „pro Deutsch“ oder „pro Englisch“ entscheiden zu müssen. Heute Techblog, morgen Meckerblog, übermorgen Tutorials und generelle Gedanken - dazu noch der Sprachfokus und die Frage nach der idealen Plattform: Hach, es ist schon schwer mit mir! Aktuell sitze ich in der Kommune Ringkøbing im wunderschönen Dänemark (der Place-to-be im Falle einer drohenden Auswanderung) und denke mal wieder nach. Eine Woche Osterurlaub im (noch nicht ganz so) hohen Norden, weg von der deutschen Mentalität und nahe dran am dänischen „hyggelig”, das macht etwas mit einem. Das Haus in den Dünen, das Meer sprichwörtlich von der Haustür - und Zeit, Gedanken in allen Belangen einmal schweifen zu lassen - eigentlich wie vor drei Jahren, als der letzte Jobwechsel quasi hier beschlossen wurde. Hier komme ich zur Ruhe, hier fühle ich mich wohl. Nun kommt also wieder mal ein Blog-Reboot - wie eingangs erwähnt, der x-te. Diesmal unter dem Titel „Netzfragmente“, weil ich mittlerweile auf diversen Wegen so viele Infos zu mir nehme und darüber grübele, dass viele es wert sind, ohne spezielle Kategorie einfach mal den Weg in ein gutes, altes, klassisches Blog zu finden. Frei vom Kategorien - einfach Themen, über die ich mal ungezwungen und ohne Schubladen schreiben möchte, frei und direkt. Aktuell ist die Zeit dafür da, doch auch der Urlaub neigt sich dem Ende zu und der Stresstest wird dann aber der nächsten Woche anfangen, wenn ich wieder „back im Hamsterrad des Alltages“ bin. Der Vorsatz soll aber sein: Endlich einmal stetig bloggen und auch mal ältere Artikel, die ich mal auf Englisch verfasst habe, hier sinnvoll reinnehmen (dafür gibt es dann das “Archiv”-Tag) - denn speziell die COVID19-Zeiten haben mitunter viele intensive Gedanken und Beiträge erzeugt. Die Zeit wird es zeigen, der Vorsatz ist da - seid gerne mit dabei, wenn ich meine Netzfragmente hier zusammenpuzzle und den endlosen Weg auf der Straße des Bloggings einmal mehr von vorne beginne!
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                <h3 id="ja-in-den-letzten-26-jahren-ist-das-nun-der-x-te-versuch-mal-stetig-zu-bloggen-und-ich-möchte-einfach-wieder-damit-anfangen-zig-projekte-davor-sind-als-gute-idee-entstanden-keine-davon-hat-die-zeit-überdauert">Ja, in den letzten 26 Jahren ist das nun der x-te Versuch, mal stetig zu bloggen und ich möchte einfach wieder damit anfangen. Zig Projekte davor sind als gute Idee entstanden, keine davon hat die Zeit überdauert.</h3>
<p>Das sicherlich wohl auch, weil die Themen, über die ich gerne schreibe, kein deutliches Framing zulassen und eben mannigfaltig sind. Oder, weil ich immer wieder in die Bredouille kam, mich „pro Deutsch“ oder „pro Englisch“ entscheiden zu müssen. Heute Techblog, morgen Meckerblog, übermorgen Tutorials und generelle Gedanken - dazu noch der Sprachfokus und die Frage nach der idealen Plattform: Hach, es ist schon schwer mit mir!</p><p>Aktuell sitze ich in der Kommune Ringkøbing im wunderschönen Dänemark (der Place-to-be im Falle einer drohenden Auswanderung) und denke mal wieder nach. Eine Woche Osterurlaub im (noch nicht ganz so) hohen Norden, weg von der deutschen Mentalität und nahe dran am dänischen „hyggelig”, das macht etwas mit einem. Das Haus in den Dünen, das Meer sprichwörtlich von der Haustür - und Zeit, Gedanken in allen Belangen einmal schweifen zu lassen - eigentlich wie vor drei Jahren, als der letzte Jobwechsel quasi hier beschlossen wurde. Hier komme ich zur Ruhe, hier fühle ich mich wohl.</p><p>Nun kommt also wieder mal ein Blog-Reboot - wie eingangs erwähnt, der x-te. Diesmal unter dem Titel „Netzfragmente“, weil ich mittlerweile auf diversen Wegen so viele Infos zu mir nehme und darüber grübele, dass viele es wert sind, ohne spezielle Kategorie einfach mal den Weg in ein gutes, altes, klassisches Blog zu finden. Frei vom Kategorien - einfach Themen, über die ich mal ungezwungen und ohne Schubladen schreiben möchte, frei und direkt.</p><p>Aktuell ist die Zeit dafür da, doch auch der Urlaub neigt sich dem Ende zu und der Stresstest wird dann aber der nächsten Woche anfangen, wenn ich wieder „back im Hamsterrad des Alltages“ bin. Der Vorsatz soll aber sein: Endlich einmal stetig bloggen und auch mal ältere Artikel, die ich mal auf Englisch verfasst habe, hier sinnvoll reinnehmen (dafür gibt es dann das “Archiv”-Tag) - denn speziell die COVID19-Zeiten haben mitunter viele intensive Gedanken und Beiträge erzeugt. Die Zeit wird es zeigen, der Vorsatz ist da - seid gerne mit dabei, wenn ich meine Netzfragmente hier zusammenpuzzle und den endlosen Weg auf der Straße des Bloggings einmal mehr von vorne beginne!</p>
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        <title>Das Internet ist kaputt</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2025-10-25T16:58:00+02:00</updated>
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                        <img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/3/robynne-o-HOrhCnQsxnQ-unsplash.jpg" alt="" />
                    In unserer heutigen schnelllebigen Welt nehmen wir vieles als selbstverständlich hin. Wie immer wird uns erst bewusst, wie wichtig etwas ist, wenn es nicht mehr da ist: Ein großer Ausfall der Amazon Web Services (AWS) in der Region US-EAST-1 zeigt, wie abhängig wir nach wie vor von bestimmten Service Provider respektive Dienstleistern sind und macht deutlich, dass wir noch stärker auf Dezentralisierung setzen müssen. Der Morgen des 20. Oktober verlief hier in Europa in Bezug auf die Zuverlässigkeit der Dienste recht ungewöhnlich: Zunächst traten bei verschiedenen Apple-Diensten Probleme auf und kurz darauf bemerkte ich, dass die LEDs an meinen HPE Instant On-Access-Points orange blinkten. Während das WLAN an sich und die Verbindungen weiterhin funktionierten, war kein Zugriff auf das Verwaltungsportal möglich – das letzte Mal war dies während eines AWS-Ausfalls vor einigen Jahren der Fall. Während die Reddit-Community schon bereits und sehr aktiv über diese Störung diskutierte, verstärkten weitere Ausfälle, darunter auch bei Prime Video, Perplexity, Amazon selbst, Hulu, Snapchat und sogar Signal (das ebenfalls auf AWS-Dienste setzt), den Eindruck, dass es hier möglicherweise einen erneuten Ausfall in der AWS-Region US-EAST-1 gab. Mit der genaueren Einordnung des Problems verbreiteten sich auch die Nachrichten über die Auswirkungen sowie weitere Informationen auf der offiziellen Statusseite bei Amazon. Zusammenfassend wurde der Welt dann mitgeteilt, dass ein relativ einfacher DNS-Fehler diese Ausfälle von einem Drittel bis zur Hälfte des weltweiten Internets verursacht hat (it’s always DNS or BGP!). Dies verdeutlicht einmal wieder ganz deutlich unsere vollständige Abhängigkeit von nicht nur in den USA ansässigen Diensten – was an sich schon ein Problem darstellt – sondern auch von zentralisierten Diensten oder fehlender Redundanz an sich. Ich persönlich bin ein großer Fan von Self-Hosting und meine authentik-Instanz für Single Sign-On sowie meine zu Hause gehosteten Instanzen von Mastodon, Vernissage oder auch diesem Blog liefen dank einer redundanten Internetverbindung und der Unabhängigkeit von den AWS-Nameservern weiterhin ohne Probleme. Auch mein Reverse Proxy und meine Matrix-ESS-Kubernetes-Umgebung, die bei einem deutschen Provider gehostet werden, funktionierten selbst dann weiterhin einwandfrei, als es dann am Ende auch Signal erwischte - kein Wunder, baut doch auch dieser Service auf AWS auf! Ohne selbstgefällig klingen zu wollen, wurde mir mal wieder klar, dass es durchaus die richtige Entscheidung war, spezielle Dienste weg von den „Big Tech“-Unternehmen zu verlagern (egal wie unbequem und schwierig das auch anfangs sein mag) – sei es durch Self-Hosting oder einfach dadurch, dass man eben nicht alle Services über einen einzelnen Anbieter laufen lässt. Mit großer Macht geht bekanntlich große Verantwortung einher, daher muss ich mich in meinem Fall natürlich selbst um die funktionierende Infrastruktur kümmern – aber das gilt nur für meine persönlichen Dienste und wenn diese ausfallen, sind die Folgen überschaubar: Hier besteht keine Gefahr für Leib und Leben, wenn ich offline bin - dann funktionieren meine selbstgehosteten Services für den Moment eben nicht - eine klassische Bewertung von Kritikalität. Aber wie sieht es im Unternehmensbereich aus? Wenn man ein Unternehmen führt und auf Dienste angewiesen ist, um einen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, muss man entweder für Georedundanz sorgen (was hier auch geholfen hätte, aber durchaus ein Kostenthema ist) oder die Dienste in einer Multi-Cloud-Umgebung bereitstellen, nur um sicherzustellen, dass ein Teil davon ausfallen kann, ohne direkt handlungsunfähig zu sein. Am Ende sollte man aber nicht vergessen, dass all dies aufgrund eines DNS-Problems in einer einzelnen Geo-Region des weltweit größten Hyperscalers geschah und die meisten Auswirkungen ein Beweis für ein Systemversagen waren, das bereits in der Konzeption lag: Auch hier hätte eine Georedundanz oder nur ein einzelnes Failover gereicht, um zumindest mit einem blauen Auge davonzukommen. Das Internet, wie wir es mal kannten, ist schlichtweg kaputt und auch die Idee, die es seinerzeit entstehen liess, ist mittlerweile in Vergessenheit geraten. Noch haben wir aber meiner Meinung nach immer noch die Chance, das Ganze irgendwie wieder in Ordnung zu bringen. Nutzt die Tools, die euch die Anbieter zur Verfügung stellen, und setzt Dienste ein, die an mehr als einem Standort betrieben werden können. Zieht in Erwägung, Dienste dezentral zu betreiben oder Softwarekomponenten zu verwenden, die unabhängig von dem Anbieter sind, der gerade in diesem Moment zusammenbricht. Natürlich müssen wir zwischen persönlichen, privaten und geschäftlichen Bedürfnissen unterscheiden, aber die Abhängigkeit ist da, und es war mehr als aufschlussreich wie auch unangenehm zu sehen, auf welchen Plattformen wir die betroffene Infrastruktur aufgebaut hatten und wie groß die Auswirkungen waren, als diese ausfiel. Heute waren es nur ein Online-Streaming-Dienst und die lustige Plattform, die es ermöglicht, Bilder und Videos zu versenden, die scheinbar nach dem Ansehen wieder verschwinden – vielleicht sind es morgen die Systeme, die sich um unser Banking kümmern oder uns wie auch unsere kritische Infrastruktur einfach am Leben erhalten? Lasst uns daraus lernen und unsere Schlüsse aus dieser digitalen Abhängigkeit ziehen! Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einem meiner Vorgängerblogs am 20. Oktober 2025.
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                <h3 id="in-unserer-heutigen-schnelllebigen-welt-nehmen-wir-vieles-als-selbstverständlich-hin-wie-immer-wird-uns-erst-bewusst-wie-wichtig-etwas-ist-wenn-es-nicht-mehr-da-ist-ein-großer-ausfall-der-amazon-web-services-aws-in-der-region-us-east-1-zeigt-wie-abhängig-wir-nach-wie-vor-von-bestimmten-service-provider-respektive-dienstleistern-sind-und-macht-deutlich-dass-wir-noch-stärker-auf-dezentralisierung-setzen-müssen">In unserer heutigen schnelllebigen Welt nehmen wir vieles als selbstverständlich hin. Wie immer wird uns erst bewusst, wie wichtig etwas ist, wenn es nicht mehr da ist: Ein großer Ausfall der Amazon Web Services (AWS) in der Region US-EAST-1 zeigt, wie abhängig wir nach wie vor von bestimmten Service Provider respektive Dienstleistern sind und macht deutlich, dass wir noch stärker auf Dezentralisierung setzen müssen.</h3>
<p>Der Morgen des 20. Oktober verlief hier in Europa in Bezug auf die Zuverlässigkeit der Dienste recht ungewöhnlich: Zunächst traten bei verschiedenen Apple-Diensten Probleme auf und kurz darauf bemerkte ich, dass die LEDs an meinen HPE Instant On-Access-Points orange blinkten. Während das WLAN an sich und die Verbindungen weiterhin funktionierten, war kein Zugriff auf das Verwaltungsportal möglich – das letzte Mal war dies während eines AWS-Ausfalls vor einigen Jahren der Fall.</p><p>Während die Reddit-Community schon bereits und sehr aktiv über diese Störung <a href="https://www.reddit.com/r/ArubaInstantOn/comments/1obdhbm/serveur_instant_on_ko/">diskutierte</a>, verstärkten weitere Ausfälle, darunter auch bei Prime Video, Perplexity, Amazon selbst, Hulu, Snapchat und sogar Signal (das ebenfalls auf AWS-Dienste setzt), den Eindruck, dass es hier möglicherweise einen erneuten Ausfall in der AWS-Region US-EAST-1 gab. Mit der genaueren Einordnung des Problems verbreiteten sich auch die <a href="https://www.bleepingcomputer.com/news/technology/aws-outage-crashes-amazon-prime-video-fortnite-perplexity-and-more/">Nachrichten über die Auswirkungen</a> sowie weitere Informationen auf der <a href="https://health.aws.amazon.com/health/status">offiziellen Statusseite</a> bei Amazon.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/3/joshua-sortino-LqKhnDzSF-8-unsplash.jpg" alt="Image description" width="1920" height="1282" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/joshua-sortino-LqKhnDzSF-8-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/joshua-sortino-LqKhnDzSF-8-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/joshua-sortino-LqKhnDzSF-8-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/joshua-sortino-LqKhnDzSF-8-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Zusammenfassend wurde der Welt dann mitgeteilt, dass ein relativ einfacher DNS-Fehler diese Ausfälle von einem Drittel bis zur Hälfte des weltweiten Internets verursacht hat (it’s always DNS or BGP!). Dies verdeutlicht einmal wieder ganz deutlich unsere vollständige Abhängigkeit von nicht nur in den USA ansässigen Diensten – was an sich schon ein Problem darstellt – sondern auch von zentralisierten Diensten oder fehlender Redundanz an sich.</p><p>Ich persönlich bin ein großer Fan von Self-Hosting und meine authentik-Instanz für Single Sign-On sowie meine zu Hause gehosteten Instanzen von Mastodon, Vernissage oder auch diesem Blog liefen dank einer redundanten Internetverbindung und der Unabhängigkeit von den AWS-Nameservern weiterhin ohne Probleme. Auch mein Reverse Proxy und meine Matrix-ESS-Kubernetes-Umgebung, die bei einem deutschen Provider gehostet werden, funktionierten selbst dann weiterhin einwandfrei, als es dann am Ende auch Signal erwischte - kein Wunder, baut doch auch dieser Service auf AWS auf!</p><p>Ohne selbstgefällig klingen zu wollen, wurde mir mal wieder klar, dass es durchaus die richtige Entscheidung war, spezielle Dienste weg von den „Big Tech“-Unternehmen zu verlagern (egal wie unbequem und schwierig das auch anfangs sein mag) – sei es durch Self-Hosting oder einfach dadurch, dass man eben nicht alle Services über einen einzelnen Anbieter laufen lässt. Mit großer Macht geht bekanntlich große Verantwortung einher, daher muss ich mich in meinem Fall natürlich selbst um die funktionierende Infrastruktur kümmern – aber das gilt nur für meine persönlichen Dienste und wenn diese ausfallen, sind die Folgen überschaubar: Hier besteht keine Gefahr für Leib und Leben, wenn ich offline bin - dann funktionieren meine selbstgehosteten Services für den Moment eben nicht - eine klassische Bewertung von Kritikalität.</p><p>Aber wie sieht es im Unternehmensbereich aus? Wenn man ein Unternehmen führt und auf Dienste angewiesen ist, um einen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, muss man entweder für Georedundanz sorgen (was hier auch geholfen hätte, aber durchaus ein Kostenthema ist) oder die Dienste in einer Multi-Cloud-Umgebung bereitstellen, nur um sicherzustellen, dass ein Teil davon ausfallen kann, ohne direkt handlungsunfähig zu sein. Am Ende sollte man aber nicht vergessen, dass all dies aufgrund eines DNS-Problems in einer einzelnen Geo-Region des weltweit größten Hyperscalers geschah und die meisten Auswirkungen ein Beweis für ein Systemversagen waren, das bereits in der Konzeption lag: Auch hier hätte eine Georedundanz oder nur ein einzelnes Failover gereicht, um zumindest mit einem blauen Auge davonzukommen.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/3/markus-spiske-FXFz-sW0uwo-unsplash.jpg" alt="Image description" width="1920" height="1280" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/markus-spiske-FXFz-sW0uwo-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/markus-spiske-FXFz-sW0uwo-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/markus-spiske-FXFz-sW0uwo-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/3/responsive/markus-spiske-FXFz-sW0uwo-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Das Internet, wie wir es mal kannten, ist schlichtweg kaputt und auch die Idee, die es seinerzeit entstehen liess, ist mittlerweile in Vergessenheit geraten. Noch haben wir aber meiner Meinung nach immer noch die Chance, das Ganze irgendwie wieder in Ordnung zu bringen. Nutzt die Tools, die euch die Anbieter zur Verfügung stellen, und setzt Dienste ein, die an mehr als einem Standort betrieben werden können. Zieht in Erwägung, Dienste dezentral zu betreiben oder Softwarekomponenten zu verwenden, die unabhängig von dem Anbieter sind, der gerade in diesem Moment zusammenbricht.</p><p>Natürlich müssen wir zwischen persönlichen, privaten und geschäftlichen Bedürfnissen unterscheiden, aber die Abhängigkeit ist da, und es war mehr als aufschlussreich wie auch unangenehm zu sehen, auf welchen Plattformen wir die betroffene Infrastruktur aufgebaut hatten und wie groß die Auswirkungen waren, als diese ausfiel. Heute waren es nur ein Online-Streaming-Dienst und die lustige Plattform, die es ermöglicht, Bilder und Videos zu versenden, die scheinbar nach dem Ansehen wieder verschwinden – vielleicht sind es morgen die Systeme, die sich um unser Banking kümmern oder uns wie auch unsere kritische Infrastruktur einfach am Leben erhalten?</p><p>Lasst uns daraus lernen und unsere Schlüsse aus dieser digitalen Abhängigkeit ziehen!</p><p><em><strong>Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einem meiner Vorgängerblogs am 20. Oktober 2025.</strong></em></p>
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        <title>Die Vorzüge eines gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs</title>
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            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2025-09-22T20:26:00+02:00</updated>
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                    Um die Art und Weise unserer Mobilität nachhaltig zu verändern, brauchen wir ein gut funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz. Hier in Deutschland fällt es teilweise schwer, auf das Auto zu verzichten, aber in einer Metropole wie London wäre das für mich ganz einfach! Wenn es um Orte geht, an denen ich mich wohl fühle, habe ich irgendwie eine gespaltene Persönlichkeit. Ich kann sowohl in völliger Einsamkeit als auch in einer überfüllten Großstadt leben und genieße beides gleichermassen. In beiden Varianten nehme ich die Vor- und Nachteile der Situation voll und ganz an, doch wenn es um den Wechsel weg vom Auto hin zu einer moderneren Form der eigenen Mobilität geht, ist ein guter öffentlicher Nahverkehr schlichtweg unverzichtbar. Großstädte sind nicht jedermanns Sache. Entweder man liebt sie oder man hasst sie, aber ich persönlich schätze sie seit jeher und könnte mir auch vorstellen, in der ein oder anderen zu leben. Als ich letzten September zum vierten Mal in London war, wurde mir mal wieder klar, dass ich, obwohl ich zu Hause immer hin schon ein Elektroauto fahre, in einer Stadt wie London überwiegend auf ein eigenes KFZ verzichten könnte. Ja, das Leben in einer so großen Stadt hat Vor- und Nachteile, aber sofern ich keine großen oder sperrigen Gegenstände transportieren müsste, würde ich für meinen täglichen Weg zur Arbeit einfach die hier sehr gut funktionierenden öffentliche Verkehrsmittel nutzen und wäre „fein damit“. Die Einwohner Londons kritisieren oft die Betreibergesellschaft TfL (Transport for London) – eben die staatliche Behörde, die für die U-Bahn, die Busse und die öffentlichen Bahnen zuständig ist. Ich persönlich kann das anhand meiner (überschaubaren) Verweildauer nicht nachvollziehen, was vielleicht daran liegt, dass ich die Stadt immer nur kurz mit der Touristenbrille besucht habe. Aber egal, wohin man hier möchte: Es gibt fast keine Wartezeiten, zahlreiche Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen, und reibungslose Umstiege zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Tube? Bus? Schiene? Völlig egal! Anfangs waren wir uns auch diesmal nicht sicher, ob wir unser Hotel im Londoner East End vom London City Airport aus sinnvoll erreichen konnten. Aber: Kein Problem – nur eine Zugfahrt und, je nach Uhrzeit, ein oder zwei Umstiege in die U-Bahn direkt bis zur Station Bethnal Green und nach 30 Minuten waren wir da und das völlig stressfrei. Immer dabei: Unsere Prepaid-Oyster-Karten, die wir beim Betreten und Verlassen einer Station an das Lesegerät gehalten haben, worauf dann beim “Auschecken” der Fahrtpreis abgebucht wurde. It’s as simple as that! Neben dem effizienten öffentlichen Nahverkehr war es auch mal wieder toll zu sehen, dass diese Metropole ein Schmelztiegel der Kulturen ist – etwas, das auch nicht überall funktioniert. Zu keinem Zeitpunkt haben wir uns unwohl oder unsicher gefühlt und es war auch ein Erlebnis zu sehen, wie Menschen jeden Alters und jeder Herkunft einfach aufstanden, um älteren Menschen oder Schwangeren ihren Platz anzubieten – etwas, das nicht allzu häufig vorkommt und in Deutschland oftmals schlichtweg Seltenheitswert hat. Die positiv erschreckende Erkenntnis für mich: Der öffentliche Nahverkehr in London funktioniert einfach! Das Niveau der Verkehrsinfrastruktur ist natürlich historisch gewachsen und weit weg von der autofreien Innenstadt, aber bei diesem Verkehrsnetz wäre das auch in Deutschland meine bevorzugte Art, zur Arbeit oder anderswohin zu gelangen. Kein Stress, keine Staus – einfach nur der Beginn und das Ende einer Fahrt, die Zeit dazwischen irgendwie sinnvoll genutzt. Schiele ich dann mal wieder zurück nach Hause ins den ländlichen Westen, so hielt dann wieder ziemlich schnell die Steinzeit wieder Einzug: Busse und Züge fahren (wenn sie es tun) vielleicht alle 60 Minuten und das Verkehrsnetz ist abseits des Autos bestenfalls „ausbaufähig“. Hier haben wir noch einiges an Arbeit vor uns und müssen die Vorzüge eines gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs erst einmal bei den Menschen ankommen lassen! Und - in London und auch überall wichtig, hier in Sachen Ansage aber historisch - „please mind the gap between the train and the platform!“ Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einem meiner Vorgängerblogs am 22. September 2025.
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                <h3 id="um-die-art-und-weise-unserer-mobilität-nachhaltig-zu-verändern-brauchen-wir-ein-gut-funktionierendes-öffentliches-verkehrsnetz-hier-in-deutschland-fällt-es-teilweise-schwer-auf-das-auto-zu-verzichten-aber-in-einer-metropole-wie-london-wäre-das-für-mich-ganz-einfach">Um die Art und Weise unserer Mobilität nachhaltig zu verändern, brauchen wir ein gut funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz. Hier in Deutschland fällt es teilweise schwer, auf das Auto zu verzichten, aber in einer Metropole wie London wäre das für mich ganz einfach!</h3>
<p>Wenn es um Orte geht, an denen ich mich wohl fühle, habe ich irgendwie eine gespaltene Persönlichkeit. Ich kann sowohl in völliger Einsamkeit als auch in einer überfüllten Großstadt leben und genieße beides gleichermassen. In beiden Varianten nehme ich die Vor- und Nachteile der Situation voll und ganz an, doch wenn es um den Wechsel weg vom Auto hin zu einer moderneren Form der eigenen Mobilität geht, ist ein guter öffentlicher Nahverkehr schlichtweg unverzichtbar.</p><p>Großstädte sind nicht jedermanns Sache. Entweder man liebt sie oder man hasst sie, aber ich persönlich schätze sie seit jeher und könnte mir auch vorstellen, in der ein oder anderen zu leben. Als ich letzten September zum vierten Mal in London war, wurde mir mal wieder klar, dass ich, obwohl ich zu Hause immer hin schon ein Elektroauto fahre, in einer Stadt wie London überwiegend auf ein eigenes KFZ verzichten könnte. Ja, das Leben in einer so großen Stadt hat Vor- und Nachteile, aber sofern ich keine großen oder sperrigen Gegenstände transportieren müsste, würde ich für meinen täglichen Weg zur Arbeit einfach die hier sehr gut funktionierenden öffentliche Verkehrsmittel nutzen und wäre „fein damit“.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.io/media/posts/7/london_tube.jpg" alt="Image description" width="1094" height="1200" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/london_tube-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/london_tube-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/london_tube-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/london_tube-lg.webp 1024w"></figure><p>Die Einwohner Londons kritisieren oft die Betreibergesellschaft <a href="https://tfl.gov.uk">TfL (Transport for London)</a> – eben die staatliche Behörde, die für die U-Bahn, die Busse und die öffentlichen Bahnen zuständig ist. Ich persönlich kann das anhand meiner (überschaubaren) Verweildauer nicht nachvollziehen, was vielleicht daran liegt, dass ich die Stadt immer nur kurz mit der Touristenbrille besucht habe. Aber egal, wohin man hier möchte: Es gibt fast keine Wartezeiten, zahlreiche Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen, und reibungslose Umstiege zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Tube? Bus? Schiene? Völlig egal!</p><p>Anfangs waren wir uns auch diesmal nicht sicher, ob wir unser Hotel im Londoner East End vom London City Airport aus sinnvoll erreichen konnten. Aber: Kein Problem – nur eine Zugfahrt und, je nach Uhrzeit, ein oder zwei Umstiege in die U-Bahn direkt bis zur <a href="https://www.eastlondonhistory.co.uk/bethnal-green-tube-disaster-1943/">Station Bethnal Green</a> und nach 30 Minuten waren wir da und das völlig stressfrei. Immer dabei: Unsere Prepaid-Oyster-Karten, die wir beim Betreten und Verlassen einer Station an das Lesegerät gehalten haben, worauf dann beim “Auschecken” der Fahrtpreis abgebucht wurde. It’s as simple as that!</p><p>Neben dem effizienten öffentlichen Nahverkehr war es auch mal wieder toll zu sehen, dass diese Metropole ein Schmelztiegel der Kulturen ist – etwas, das auch nicht überall funktioniert. Zu keinem Zeitpunkt haben wir uns unwohl oder unsicher gefühlt und es war auch ein Erlebnis zu sehen, wie Menschen jeden Alters und jeder Herkunft einfach aufstanden, um älteren Menschen oder Schwangeren ihren Platz anzubieten – etwas, das nicht allzu häufig vorkommt und in Deutschland oftmals schlichtweg Seltenheitswert hat.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.io/media/posts/7/will-h-mcmahan-wDcOpSI1FWI-unsplash.jpg" alt="Image description" width="1920" height="1280" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/will-h-mcmahan-wDcOpSI1FWI-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/will-h-mcmahan-wDcOpSI1FWI-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/will-h-mcmahan-wDcOpSI1FWI-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.io/media/posts/7/responsive/will-h-mcmahan-wDcOpSI1FWI-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Die positiv erschreckende Erkenntnis für mich: Der öffentliche Nahverkehr in London funktioniert einfach! Das Niveau der Verkehrsinfrastruktur ist natürlich historisch gewachsen und weit weg von der autofreien Innenstadt, aber bei diesem Verkehrsnetz wäre das auch in Deutschland meine bevorzugte Art, zur Arbeit oder anderswohin zu gelangen. Kein Stress, keine Staus – einfach nur der Beginn und das Ende einer Fahrt, die Zeit dazwischen irgendwie sinnvoll genutzt.</p><p>Schiele ich dann mal wieder zurück nach Hause ins den ländlichen Westen, so hielt dann wieder ziemlich schnell die Steinzeit wieder Einzug: Busse und Züge fahren (wenn sie es tun) vielleicht alle 60 Minuten und das Verkehrsnetz ist abseits des Autos bestenfalls „ausbaufähig“. Hier haben wir noch einiges an Arbeit vor uns und müssen die Vorzüge eines gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs erst einmal bei den Menschen ankommen lassen!</p><p>Und - in London und auch überall wichtig, hier in Sachen Ansage aber historisch - „please mind the gap between the train and the platform!“</p><p><em><strong>Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einem meiner Vorgängerblogs am 22. September 2025.</strong></em></p>
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